Über 9 Millionen Euro für die Sanierung von 36 Flüchtlingswohnungen? Nicht mit uns!
Im Planungsausschuss am 02.07.2026 habe ich als Einziger gegen die Weiterplanung der Komplettsanierung einer Flüchtlingswohneinrichtung gestimmt.
Alle anderen Ausschussmitglieder waren dafür.
Die Zahlen sprechen für sich:
Über 9 Millionen Euro Sanierungskosten
Für lediglich 36 Wohnungen mit jeweils rund 30 m²
Das entspricht über 8.400 € pro Quadratmeter.
Zum Vergleich: Ein Aachener Bauunternehmen bietet derzeit in Aachen-Eilendorf hochwertige Neubauwohnungen für rund 4.200 € pro Quadratmeter an – also für etwa die Hälfte der geplanten Sanierungskosten.
Oder anders gerechnet:
Für dieselben 9 Millionen Euro könnte die Stadt eine vergleichbare Wohnfläche bei einer Miete von 12 € pro m² rund 60 Jahre lang anmieten.
Hinzu kommt: Ein Gutachten bescheinigt der Unterkunft einen „grundsätzlich nutzbaren Zustand“. Es handelt sich also nicht um ein Gebäude, das unbewohnbar wäre.
Trotzdem sollen unter anderem neue Bäder, umfangreiche Modernisierungen, zusätzliche Dämmmaßnahmen und Barrierefreiheit umgesetzt werden.
Meine Haltung ist klar:
Gerade bei über einer Milliarde Euro Schulden muss die Stadt ihre Ausgaben kritisch hinterfragen. Wer in einer solchen Haushaltslage über 9 Millionen Euro für die Komplettsanierung einer bereits nutzbaren Flüchtlingsunterkunft ausgeben will, setzt aus meiner Sicht die falschen Prioritäten.
Nein – wir müssen sparen. Und zwar an den richtigen Stellen.
Michael Tobollik, Fraktionsvorsitzender der AfD Fraktion im Rat der Stadt Aachen




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