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Unsicherheit darf kein Normalzustand sein - Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik für Aachen

Aug 21
2 min read

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für Aachen

Haben Sie auch schon bemerkt, wie viel sicherer Aachen geworden ist?


Zunächst die gute Nachricht:

 Straßenkriminalität: −9,1 %

 Wohnungseinbrüche: −13,2 %

 Straßenraub: −13,2 %

 Fahrraddiebstahl: −10,7 %

 Diebstahl an/aus Autos: −13,9 %


Ihre Wohnung ist statistisch sicherer vor einem Einbruch. Auch für Ihr Fahrrad ist es sicherer geworden.


Die schlechte Nachricht ist:

Frauen orientieren ihr Sicherheitsgefühl nicht an der Zahl der Fahrraddiebstähle.


Vor einigen Monaten wurde in Aachen die Umfrage „Die Nacht gehört uns!“ vorgestellt — gezielt zu der Frage, wie sicher sich Frauen nachts im öffentlichen Raum fühlen.


4.625 Menschen haben daran teilgenommen. Die Stadt selbst spricht von einem „enormen Redebedarf“ beim Thema Sicherheit im Nachtleben.


Und die Ergebnisse sind eindeutig:

 80 % der Frauen fühlen sich nachts zu Fuß unsicher.

 89 % der Frauen fühlen sich nachts in Parkhäusern unsicher.

 91 % der Frauen fühlen sich nachts in Parks unsicher.

Besonders häufig genannt wurden:

Bushof, Kaiserplatz, Bahnhofsumfeld und Bushaltestellen.


Aber klar:

Das war schon immer so.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) Aachen 2025 zeigt gleichzeitig:

 891 Sexualstraftaten in nur einem Jahr

 Bei Gewaltkriminalität lag der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei 40,6 %.

 Bei Messerkriminalität lag er bei 49,8 %.

 Bei Raub lag er bei 42,9 %.


Im Bürgerforum am 05.05.2026 brachte unser Fraktionsvorsitzender Michael Tobollik die Frage auf, ob es bei der Befragung nicht sinnvoll gewesen wäre zu erfassen, welche Gruppen besonders häufig in Erscheinung treten, wenn es darum geht, das Sicherheitsgefühl von Frauen zu beeinträchtigen.

Denn nur wer die Problemlage bis ins Detail erfasst, kann die richtigen Maßnahmen treffen.

Allein diese Frage stieß bereits auf Unverständnis bis hin zu Empörung.


Unsere Sicht ist klar:

Das Problem ist nicht einfach pauschal „Männer“ oder „junge Männer“. Und wer solche Probleme möglichst unbestimmt belässt, wird sie niemals lösen.


Zudem geht es hier auch nicht nur um ein „Sicherheitsgefühl“, sondern um eine Sicherheitslage, die nicht länger hinnehmbar ist. Wir werden das Thema weiter verfolgen.



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