Umfrage ergibt: Frauen fühlen sich in Aachen unsicher
„Das war schon immer so.“
Wir kennen diese Reaktion bereits, ein wiederkehrendes Muster in politischen Gremien und auch auf Social Media. Ein Relativierungsversuch.
Doch die Zahlen aus der kürzlich erfolgen Umfrage "Die Nacht gehört uns!" zeigen etwas anderes:
84 % der Befragten fühlen sich nachts in Parks unsicher.
82 % empfinden Parkhäuser als unsicher.
Der Bushof wurde mit Abstand am häufigsten als Angstraum genannt.
80 % der Frauen fühlen sich nachts zu Fuß unsicher.
Auch Bus und Bahn werden von vielen Frauen als unsicher wahrgenommen.
Man muss sich doch einmal ehrlich fragen:
Was bedeutet das konkret für eine Frau, die abends alleine in Aachen unterwegs sein möchte?
Der Heimweg wird zum Stress.
Der Bushof wird gemieden.
Bestimmte Straßen, Parks oder Haltestellen werden umgangen.
Man versucht, nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine unterwegs zu sein oder verzichtet ganz auf bestimmte Aktivitäten.
Denn viele Frauen haben längst begonnen, ihr Verhalten der veränderten Sicherheitslage anzupassen — oft stillschweigend und aus Angst.
Und genau das ist der eigentliche Skandal.
Denn Freiheit bedeutet auch, sich ohne Angst im öffentlichen Raum bewegen zu können — nachts genauso wie tagsüber.
Zur Ehrlichkeit gehört aber auch:
Über Sicherheit kann man nicht ernsthaft sprechen, wenn bestimmte Täterprofile und gesellschaftliche Ursachen aus ideologischen Gründen tabuisiert werden. Zu diesem Punkt lohnt sich ein Blick in die Polizeiliche Kriminalstatistik. Wir werden in Kürze darauf zurückkommen.
Statt die Sorgen der Menschen kleinzureden, sollte die Politik endlich handeln:
mehr Polizeipräsenz
bessere Beleuchtung
konsequente Ordnungspolitik
sichere öffentliche Räume statt Gewöhnung an Unsicherheit
Unsicherheit darf niemals zum neuen Normalzustand werden.




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