Driescher Hof braucht mehr als Wohnblock neben Wohnblock.
Vor einigen Tagen habe ich mich mit zwei Anwohnern vom Driescher Hof über die geplante Entwicklung dieser Fläche ausgetauscht.
Dabei wurde ein Wunsch deutlich, den ich gut nachvollziehen kann: Mehr Grün- und Aufenthaltsqualität statt immer weiterer Verdichtung.
Gerade im Driescher Hof sind Grün- und Parkflächen Mangelware. Wo Wohnblöcke dicht an dicht stehen, braucht es Orte zum Verweilen, Spielen und Begegnen – für Familien, Kinder und alle, die dort leben.
Auch im Ausschuss für Schule und Weiterbildung sowie im Kinder- und Jugendausschuss wurde deutlich, dass die aktuelle Planung des ISEK „Zukunft Forst“ kritisch gesehen wird.
Insbesondere aus der Stadtteilkonferenz wurde bemängelt, dass der Sozialraum Driescher Hof in der überarbeiteten Planung deutlich weniger Gewicht erhält und das Projekt zunehmend den Charakter eines reinen Wohnungsbauprojekts bekommt.
Ein weiterer Punkt ist für uns die Bürgerbeteiligung. Beteiligungsformate und Workshops sind sinnvoll – sie dürfen aber nicht dazu führen, dass vor allem diejenigen gehört werden, die ohnehin bereits in Gremien und Arbeitskreisen aktiv sind. Wer die Lebensqualität eines Quartiers verändern möchte, sollte insbesondere die unmittelbaren Anwohner befragen.
Eine gute Stadtentwicklung schafft nicht nur Wohnraum – sie schafft Lebensraum.
Deshalb habe ich mich in beiden Ausschüssen der geänderten Beschlussvorlage angeschlossen, die weitere Gespräche vorsieht und die Bedenken aus dem Stadtteil in den weiteren Planungsprozess einbeziehen soll.
Nicole Geilen, sachkundige Bürgerin Kinder- und Jugendausschus / Ausschuss für Schule und Weiterbildung




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